Asien

1. Etappe, Singapore:
Die Reise begann an Silvester 2013 mit einem langen Flug (A380) nach Singapore. Eindrücklich die Fahrt vom Luxusflughafen in die Stadt. Keine Menschen auf den Strassen und praktisch keinen Verkehr in der sonst von Auto brodelnden Stadt. Die Leute schliefen offenbar den Neujahrskater aus. Am Nachmittag dann wieder Courant normal in Singapore. Alle Geschäfte und die grossen Einkaufstempel voll von Konsumentinnen und Konsumenten im Einkaufsrausch. Es ist schon so: Singapore ist sauber, sicher, reich und ein Polizeistaat (Parlamentarische illiberale Demokratie!). Wolkenkratzer, wohin das Auge reicht. Nur Little-India und Little-China geben noch ein wenig von dem her, was früher war. Die vielen Baustellen (nochmals Wolkenkratzer) "bedienen" Menschen, die frühmorgens von Malaysia über die Grenzen gekarrt  und abends wieder an ihre kargen Schlafplätze zurück gebracht werden. Es soll sich, so die Auskunft eines Einheimischen, mehrheitlich um Afghanen handeln, die für ein  Butterbrot diese strenge Arbeit auf sich nehmen. Singapore kennt das Road Pricing. Fahrzeuge die in die Innestadt, über Brücken und durch Tunnels fahren wollen,  werden streng zur Kasse gebeten.  Die Stadtregierung versucht, den Individualverkehr mit hohen Steuern und Strassenzöllen zu dämmen, was ihr aber nur bedingt gelingt. Das Einkommen eines Singaporeser ist hoch, sodass er sich auch die horrenden Luxussteuern (auch das Auto unterliegt diesen) leisten kann. Der Stadtstaat mit seinen mehr als 5 Mio. Einwohner ist dank der Finanzbranche auf rasantem Expansionskurs. So werden in den nächsten Jahren viele Quandratkilometer an Land dem Meer abgetrotzt, damit die Stadt weiter wachsen kann. 
 
2. Etappe, Brunei:
Überfahrt mit dem Schiff nach Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt von Brunei. Brunei, ein Sultanat von einer halben Mio. Einwohnern, wird vom Sultan Hassanal Bolkiah und seiner 3. Frau, der Königin Raja Isteri Saleha regiert. Auf der Überfahrt auf die Insel Borneo (die drittgrösste der Welt), an dessem oberen Rand Brunei liegt, kommen wir an vielen Ölplattformen vorbei, die den Reichtum des Sultans, als reichster Mann der Welt begründet. Man sagt, dass 50 % der reichhaltigen Öleinnahmen an Schell und 50 % an den Sultan gehen. Auf einem Streifzug durch die Hauptstadt entdecken wir den riesigen Palast des Sultans, auf einer lieblichen Anhöhe gelegen, umgeben von tropischem Gewächs und viel Militär. Er soll dort mit seiner Frau und seiner weitverzweigten Familie 1700 Gemächer und 400 Badezimmer bewohnen. Die vielen und grossen Moscheen zeugen von einem sehr religiösen Volk. Die Menswchen werden angehalten nicht zu rauchen, keinen Alkohol zu trinken und sich, trotz  tropischer Wärme, schicklich zu kleiden. Die Bruneisi zahlen keine Steuern und haben unentgeltlichen Zugang zu allen medizinischen Leistungen und zur Bildung. Die Gescheitesten Kinder unter ihnen dürfen gar mit dem Segen und mit dem Geld des Sultans auf den besten Universtitäten der Welt studieren. Bandar Seri Begawan liegt in einer Mulde, nahe dem Meer. Viel Grün, breite Strassen und vom Staat bereitgestellte Reihenhäuser am Rande der Stadt zeugen von einem gewissen Wohlstand.
 
3. Etappe, Sabah (Insel Borneo):
Sabah ist ein Bundestaat Malaysias, mit der Hauptstadt Kota Kinabalu. Auf Schritt und Tritt begenget einem hier auf dieser Insel die Erinnerung an die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den japanischen Truppen und den britischen und australischen Kolonialmächten im zweiten Weltkrieg. Kota Kinabalu ist auch ein bekannter Touristenort. Eindrücklich, die alte Baumstadt, wo früher die Menschen in sehr kargen Verhältnissen lebten. Sehenswert auch die Wasserstadt, am Rande Kota Kinabalu's. Die Hütten wurden auf Stelzen ins Meer gebaut, damit die Fischer für ihre Arbeit keine langen Wege zurück legen mussten. Noch immer leben in dieser etwas verwahrlosten Wasserstadt ca. 1'000 Menschen. Die meisten von ihnen fischen und verkaufen ihre Beute am nahe gelegen Markt am Festland. Sehr schnelle Boote mit ihren jungen Testosteron- Piloten rasen zwischen den Pfahlbauten hin und her, scheinbar ohne Ziel und ohne Aufgabe. Ein Wunder, so sagt uns ein Einheimischer, gibt es nur sehr wenig Unfälle.